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Innovation

Mit der PM 37 von Voith geht Sun Paper neue Wege

 

Effiziente Kombination: DuoDry CC und EvoDry Stahlzylinder

Der der chinesische Papierhersteller Sun Paper nutzt bei seiner neuen PM 37 das Konzept DuoDry CC von Voith zur Reduzierung des Curl-Effekts. Die Technik verringert die Rollneigung bei der Produktion von Wellpappenrohpapier, erlaubt hohe Produktionsgeschwindigkeiten und verringert den Energieverbrauch. Zusätzlich senken die ebenfalls zum Einsatz kommenden EvoDry Stahlzylinder die Stromkosten der PM 37.

Als erste Papiermaschine in China stattet Voith die PM 37 des chinesischen Papierherstellers Sun Paper mit dem Trocknungskonzept DuoDry CC aus. Das Kürzel CC steht für Curl Control und beschreibt eine der zentralen Eigenschaften des Konzepts: die Reduzierung der Rollneigung (Curl) des Papiers bei einreihigen Trockenpartien.

 

Kein zusätzlicher Energieeintrag nötig

Curl erschwert die Weiterverarbeitung des Papiers. Vermeiden lässt sich die Rollneigung zum Beispiel durch den Einsatz einer zweireihigen Trocknung. Bei den heute üblichen Produktionsgeschwindigkeiten steigt beim Einsatz dieser traditionellen Technik allerdings die Gefahr von Abrissen und damit die eines kostspieligen Maschinenstillstands. Zudem ist die Beseitigung des Papiers oftmals schwierig und mit Risiken für das Personal verbunden.
Einreihige Trockengruppen erlauben dagegen höhere Geschwindigkeiten und sind deshalb bei modernen Papiermaschinen längst Stand der Technik. Dafür neigt das Papier hier zum Curlen. In konventionellen Anlagen wirkt eine einseitige Besprühung der Papierbahn mit Wasser diesem Effekt entgegen. Das Problem dabei ist, dass das zusätzliche Wasser verdampft werden muss, was den Energiebedarf steigert. Das DuoDry CC Konzept setzt an diesem Punkt an und nutzt die ohnehin zum Trocknen der Papierbahn erforderliche thermische Energie, indem diese in Form von Dampf in der letzten vertikal invertierten Trockengruppe von der anderen Seite eingebracht wird. Der Curl-Effekt wird so vermieden. Das Dampf- und Kondensatsystem bleibt mit jenem anderer Trockengruppen identisch. Ein zusätzliches weiteres Heizmedium ist nicht notwendig. Der DuoDry CC reduziert so den Energieeinsatz in der Produktion und senkt die Betriebskosten der Papiermaschine. Ein weiterer Vorteil ist, der Dampfdruck an der Trockengruppe ist sehr variabel einstellbar. Dies ermöglicht dem Betreiber eine präzise Steuerung des Curls und damit eine Optimierung der Papierqualität. Trotz der vertikalen Anordnung ist die Anlage nicht höher als die Pressenpartie. Besondere Baumaßnahmen sind nicht nötig.

 

Zuverlässige Produktion bei hohen Geschwindigkeiten

Das DuoDry CC Konzept steigert nicht nur die Kosteneffizienz. Gerade bei niedrigen Flächengewichten bis etwa 60 g/m2 bietet das Trocknungsprinzip einen Schutz vor kostspieligen Abrissen bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten – die PM 37 ist für Geschwindigkeiten bis 1200 m/min ausgelegt – und steigert die Maschinenverfügbarkeit. Zudem spielte für die Entwickler des DuoDry CC das Thema Arbeitssicherheit während der Ausschussentfernung eine wichtige Rolle. Bei herkömmlichen Maschinen ist die Ausschussentfernung schwieriger und mit Risiken für das Personal verbunden. Daher hat Voith den DuoDry CC so konstruiert, dass überschüssiges Papier einfach nach unten in den Pulper fällt.

Die EvoDry Trockenzylinder erhöhen nicht nur die Kapazität der Papierproduktion, sondern verbessern die Qualität des Papiers und ermöglichen eine Reduktion der Betriebskosten.
 

EvoDry Trockenzylinder reduzieren Stromverbrauch

Die beiden Zylinder des DuoDry CC werden sich bei der PM 37 unmittelbar an das Ende der Trockenpartie anschließen. Voith verbaut hier die gleichen EvoDry Stahlzylinder, die auch in der gesamten Nachtrockenpartie eingesetzt werden. Im Vergleich zu konventionellen Gusszylindern haben die EvoDry Zylinder eine um sieben bis zehn Prozent bessere Wärmeübertragung und weisen eine höhere Materialfestigkeit trotz geringerer Mantelstärke auf. Bereits das geringere Gewicht der Stahlzylinder ermöglicht eine deutlich schnellere Aufheiz- und Abkühlgeschwindigkeit und damit eine höhere Produktivität – ein EvoDry Zylinder wiegt etwa 30 Prozent weniger als sein gegossenes Pendant. Man benötigt daher weniger Strom für den Betrieb der Trockenpartie. Einsparungspotenzial bietet zudem die höhere thermische Leitfähigkeit des Stahls der Trockenzylinder: Bei einem Strompreis von sechs Cent pro Kilowattstunde verringert sich durch den Einsatz von EvoDry der jährliche Strompreis einer Anlage um etwa 80.000 Euro. Zudem erhöht die über die gesamte Zylinderbreite gleichmäßige Temperaturverteilung die Qualität des Papiers. All dies bildet die Basis für eine deutlich effizientere Papierherstellung. Der gegenüber den klassischen Gusszylindern etwas höhere Preis eines EvoDry Stahlzylinders amortisiert sich bereits in kurzer Zeit.

Der Auftrag von Sun Paper für den Bau der neuen XcelLine Produktionslinien PM 36 und PM 37 am Standort Zoucheng kam im Januar 2017. Die Maschinen basieren auf den Papiermaschinen PM 31 und 32, die Voith Jahre 2016 realisiert hatte. Die Aufträge für die beiden neuen Linien sind Resultat der hohen Zufriedenheit von Sun Paper mit diesen Anlagen. Sun Paper plant bei der PM 37 die Produktion von 300.000 Tonnen Wellpappenrohpapier pro Jahr.

Stakeholderbefragung 2018 - Voith GmbH & Co. KGaA


Wir laden Sie herzlich ein, an unserer Stakeholderbefragung 2018 teilzunehmen.

Ziel der Befragung ist es zu erfahren, wie Sie Voiths Auswirkungen auf sein Umfeld beurteilen und wo Sie Verbesserungspotenziale in der Nachhaltigkeitsleistung sehen.

Das Ausfüllen des Fragebogens wird knapp 10 Minuten in Anspruch nehmen.


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