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Transformation

ProTect

 

Maximale Sicherheit bei der Messung von Pressfilzen bei UPM

Arbeitssicherheit spielt seit jeher eine entscheidende Rolle in Papierfabriken. Besonders Messungen an Pressfilzen erfolgen in der Regel manuell – während die Maschine läuft und sind daher mit besonderen Risiken verbunden. Da regelmäßige Messungen jedoch für einen effizienten Betrieb sowie eine konstant hohe Papierqualität unerlässlich sind, sieht sich der Papiermaschinenbetreiber einem ständigen Arbeitssicherheitsrisiko ausgesetzt. Um dieses Risiko zu eliminieren, bietet Voith mit seinem ProTect System eine halbautomatische Alternative an. Das System ist wirtschaftlich und macht Messungen nicht nur sicher sondern auch zuverlässiger, wie der finnische Papierhersteller UPM festgestellt hat.

Bei ProTect fahren Schlitten und Gerät für die Messung automatisch bis zum Ende der Traverse und wieder zurück. Die Edelstahltraversen können zudem an Stellen eingebaut werden, die für manuelle Messungen nicht erreichbar sind.

Die konstante Entwässerungsleistung eines Pressfilzes bildet die Grundlage für eine dauerhaft hohe Papierqualität und Maschineneffizienz. Verschmutzungen oder Abnutzungen verringern die Leistungsfähigkeit eines Filzes. Im schlimmsten Fall kann ein stark beanspruchter Filz reißen und einen ungeplanten Stillstand und damit verbundenem hohen Maschinenschaden verursachen. Um diesen Problemen vorzubeugen, messen Papierhersteller die Beschaffenheit von Filzen regelmäßig. Dabei stehen vor allem die Filzfeuchte und -permeabilität im Fokus. Treten bei solchen Messungen Auffälligkeiten auf, lässt dies auf altersbedingte Abnutzungserscheinungen oder Fehler im Filz schließen. Auf Basis dieser Daten können Servicetechniker eine präzise Prognose über die noch verbleibende Laufzeit eines Filzes geben.

Immer mehr Papierproduzenten verzichten aus Gründen der Arbeitssicherheit auf manuelle Messungen. Dennoch sind Zustandsmessungen des Filzes notwendig.
 

Hohes Unfallrisiko durch manuelle Messungen

Das Problem dabei: Solche Messvorgänge erfolgen zumeist bei laufender Maschine und üblicherweise von Hand. Die zuständigen Servicemitarbeiter eines Filzlieferanten aber auch eigene Mitarbeiter einer Papiermaschine arbeiten dabei häufig in Bereichen der Maschine, in dem Sie einem relativ hohen Unfallrisiko ausgesetzt sind. Reißt während der Messung der Filz, besteht unmittelbare Verletzungsgefahr. Die  Folgen für die betroffene Person aber auch den Betreiber können im Falle eines Unglücks unter Umständen gravierend sein. Aus Sicherheitsgründen untersagen manche Unternehmen und Gesetzgeber mittlerweile solche manuellen Messungen.

Bei kompakt gebauten Maschinen, wie sie beispielsweise bei der Tissueproduktion üblich sind, besteht ein weiteres Problem: Messpunkte sind hier oft nur sehr schwer oder gar nicht zugänglich. Das erschwert zuverlässige Daten über den Zustand des Filzes zu erhalten.

 

Mit handelsüblichen Messgeräten verwendbar

Jedoch stellen die Messungen Papierhersteller ein enorm wichtiges Instrument dar, um eine effiziente Produktion sicherstellen zu können. Auf die Überwachung zu verzichten, ist keine Option. Als sichere Alternative zu manuellen Messungen bietet sich daher das ProTect System von Voith an. ProTect besteht aus einem Schlitten sowie einer beliebigen Anzahl an Traversen aus Edelstahl. Für die Messung selbst, benötigt der Papierhersteller nur einen Schlitten. Dadurch  sind Messungen an verschiedenen Einsatzorten möglich, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Das senkt die Investition für das System. Ein Vorteil: ProTect kann mit allen handelsüblichen Handmessegeräten unterschiedlicher Lieferanten verwendet werden. Zum Lieferumfang des Systems zählen verschiedene Adapter.

Bei UPM haben mittlerweile vier deutsche Standorte sowie einer in Österreich ProTect im Einsatz. Weltweit waren Ende 2017 mehr als 100 Messpositionen an rund 50 Maschinen in Betrieb.
 

UPM misst mit einem System an elf Positionen

In zahlreichen Papiermaschinen weltweit liefert ProTect bereits zuverlässiges Datenmaterial. So auch beim Papierhersteller UPM, der das System an mehreren Standorten einsetzt. Vor allem die gesteigerte Arbeitssicherheit war für die Entscheidung ausschlaggebend, erklärt Rainer Eichner, Gesamtproduktionsleiter UPM Schongau, und ergänzt: „Arbeitssicherheit steht für uns immer an erster Stelle. Vermeidbare Risiken schließen wir konsequent aus. Mit ProTect können wir zuverlässig und ohne Gefahr an verschiedenen Stellen in der Pressenpartie Pressfilzmessungen durchführen – auch in Bereichen, die schwer zugänglich sind.“

Mit ProTect können wir zuverlässig und ohne Gefahr an verschiedenen Stellen in der Pressenpartie Pressfilzmessungen durchführen – auch in Bereichen, die schwer zugänglich sind.
Rainer Eichner, Gesamtproduktionsleiter UPM Schongau

Das UPM Werk in Schongau war der erste Standort innerhalb des Konzerns, der das System von Voith einsetzte. Zunächst erfolgten Messungen an vier Filzpositionen. Die Ergebnisse dieser einjährigen Testphase überzeugten, in der Folge wurden sieben weitere Positionen an unterschiedlichen Maschinen in Schongau mit den Traversen ausgerüstet. An jedem Messpunkt kommt das Messgerät ein bis zweimal in der Woche zum Einsatz. Und die positiven Erfahrungen wurde auch innerhalb des Konzerns weitergegeben: Mittlerweile haben vier deutsche Standorte von UPM sowie ein weiterer in Österreich ProTect im Einsatz. Weltweit waren Ende 2017 mehr als 100 Messpositionen an rund 50 Maschinen in Betrieb. Die Resultate sind durchweg positiv: Bislang gab es keinen Unfall aufgrund eines Filzrisses. Da verwundert es nicht, dass die Nachfrage steigt.

ProTect bietet das geringste Gewicht und die höchste Bedienerfreundlichkeit im Vergleich zu anderen Produkten, was zu einer sehr einfachen und leicht verständlichen Handhabung von ProTect führt. Dies schließt Fehlmessungen nahezu aus.

Einfache Bedienbarkeit steigert Sicherheit

Ein weiterer  Grund für den Erfolg von ProTect liegt in der einfachen Handhabung, die nicht nur Fehlmessungen nahezu ausschließt, sondern auch einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor darstellt. Sobald der Bediener das Messgerät in der Schiene der Traverse gesichert hat, reicht ein Knopfdruck. Automatisch fahren Schlitten und Gerät dann mit gleichbleibender Geschwindigkeit bis zum Ende der Traverse und wieder zurück. Optional kann der Servicemitarbeiter das System über eine Fernbedienung steuern. Die Edelstahltraversen können an Stellen eingebaut werden, die für manuelle Messungen nicht erreichbar sind. Auch beim Einbauwinkel gibt es eine hohe Flexibilität. Das erhöht die Zahl möglicher Messpunkte und stellt die Analyse auf eine breitere Datenbasis. Dadurch lassen sich genauere Prognosen über die noch verbleibende Laufzeit des Filzes erstellen.

Auf Wunsch passt Voith das ProTect System auch exakt den Kundenbedürfnissen an. Für einen schwedischen Papierhersteller wurde beispielsweise die Messung an zwei Positionen mit nur einer Traverse realisiert. So kommen Mitarbeiter bei Wartungseinsätzen besser an die Anlage. Die bislang längste Traverse ist 12,45 Meter lang und sorgt bei einem süddeutschen Papierhersteller für mehr Sicherheit.

Zuverlässiger als manuelle Messung

Ein zusätzlicher Vorteil der halbautomatischen Messung: ProTect liefert genauere Daten als manuelle Überwachungen, die nicht immer gleichbleibend durch unterschiedliche Bedienungen einheitlich durchgeführt werden können. In neuen Anlagen von Voith sind alle nötigen Anschlüsse für die Installation eines ProTect Systems bereits vorgesehen. Das verkürzt die Einbauzeit bei einer Nachrüstung. Zudem ist ProTect so konzipiert, dass sich Upgrades problemlos integrieren lassen. Denn Voith entwickelt das Sicherheitssystem kontinuierlich weiter und arbeitet schon jetzt an Modulen, die die Anwendungsmöglichkeiten des System erweitern werden.

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