Diese Website verwendet Cookies, die es uns erlauben, Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu präsentieren. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung.

Menü
26.04.2018

Von Zeitungs- zu Verpackungspapier: Voith und LEIPA setzen mit der PM 5 in Schwedt Benchmark

  • Umfassender Umbau sowie Erweiterung der bestehenden Anlage 
  • Eine der schnellsten Anlagen für Testliner
  • Montage einer effizienten Altpapieraufbereitung
LEIPA PM 5 Projektteam, v.l.n.r. Martin Kaltenegger Projektleiter LEIPA PM 5, Christian Merz Inbetriebnahmeleiter Voith Paper, Falk Friedrich, Werkleiter LEIPA Werk Schwedt Nord
Heidenheim, Deutschland. In Schwedt hat Voith die PM 5 der LEIPA Gruppe von einer Zeitungs- zu einer Verpackungspapiermaschine umgebaut. Am 19. April 2018 wurde bei der LEIPA Georg Leinfelder GmbH mit Wirkung zum 13. April die Übernahme der Anlage des Projekts Schwedt PM 5 frühzeitig unterzeichnet. Das Voith Team vor Ort hatte damit bereits 19 Tage nach Stoff auf Sieb die gesamte Anlage bestehend aus BlueLine OCC Stoffaufbereitungslinie, DIP Stoffaufbereitungslinie und XcelLine Papiermaschine auf Übernahmequalität gebracht. 

Exakt aufeinander abgestimmte Komponenten sowie ein umfassendes Automatisierungssystem inklusive OnQ Qualitätsleitsystem machen die Anlage zu einem neuen Benchmark in der Branche. Auf der Maschine kann LEIPA rund 450.000 Tonnen weiß gedeckten Testliner (WTTL) produzieren und ist dadurch Marktführer in diesem Segment. Nach der Übernahme des UPM Standorts in Schwedt entschloss sich der neue Besitzer, die LEIPA Gruppe, die vorhandene PM 11 umfassend umzubauen. Unter der Federführung von Voith, begann im Oktober 2017 der Umbau der Zeitungsdruckpapiermaschine zu einer Anlage für die Produktion von weiß gedecktem Testliner (WTTL). Mehr als 160 Millionen Euro investierte LEIPA in den Standort. Als PM 5 ist die Maschine eine neue Referenz für den Verpackungspapierbereich. So übertreffen nur wenige Anlagen weltweit ihre 9.200 Millimeter Siebbreite. Auch bei der Produktionsgeschwindigkeit von 1.200 Metern pro Minute nimmt sie einen Spitzenplatz ein. LEIPA plant die Produktion von 1.180 bis 1.400 Tonnen pro Tag weiß gedecktem Testliner mit besten Oberflächeneigenschaften und Flächengewichten von 100 bis 140 Gramm pro Quadratmeter. Insgesamt will LEIPA jedes Jahr rund 450.000 Tonnen Papier herstellen und baut damit seine Marktposition weiter aus.

Für hohe Geschwindigkeiten optimiert
Damit die PM 5 die gewünschten Leistungs- und Qualitätsanforderungen erfüllen kann, hat Voith nahezu jede Komponente der bestehenden Anlage modifiziert. So ersetzt ein neuer Hybridformer mit zwei Stoffaufläufen DuoFormerD und TopFormer F den bisherigen Former. Auch für den Übergang zur Pressenpartie sowie für die Presse entwickelte Voith eine umfassende Lösung mit einer DuoCentri NipcoFlex Schuhpresse im Zentrum. Beide Komponenten sind für die Anforderungen in schnell laufenden Maschinen entwickelt und ermöglichen eine hervorragende Produktqualität. Robuste SolarPress Walzenbezüge unterstützen diese Eigenschaften. Die Bezüge benötigen keine Wasserkühlung und helfen LEIPA, Ressourcen zu sparen. Auch der SpeedSizer AT ist für den gleichmäßigen und fehlerfreien Auftrag von Stärke bei hohen Geschwindigkeiten optimiert.

Während des Umbaus baute Voith die bestehende Trockenpartie in eine Vor- und Nachtrockenpartie um. Dabei erhielt die Vortrockenpartie eine komplett neue TopDuoRun Trockengruppe, für die Nachtrockenpartie ließen sich vorhandene Komponenten nutzen. Durch eine neue MasterReel Aufrollung sowie den Umbau der beiden bereits vorhandenen DuoRoller lassen sich an der PM 5 nun Tambourdurchmesser bis 3,5 Meter realisieren. Das bestehende Hallenluftsystem wurde ebenso erweitert und die Steuerung in das neue Prozess- und Qualitätsleitsystem integriert.

15.000 erfasste Signale sichern die optimale Papierqualität
Ein Teil der vorhandenen Motoren fand auch nach dem Umbau Verwendung. Dennoch integrierte das Team von Voith in der PM 5 mehr als 333 neue Motoren in unterschiedlichsten Größen. Der stärkste von ihnen weist eine Leistung von 1,5 Megawatt auf. Der Großteil der Motoren ist in das von Voith entwickelte Automatisierungskonzept eingebunden. Insgesamt erfasst das System mehr als 15.000 Signale, überwacht jederzeit alle Produktionsschritte von der Stoffaufbereitung bis zur Aufrollung, meldet schon kleinste Abweichungen und gleicht Schwankungen gegebenenfalls in Bruchteilen einer Sekunde aus. Um die Verarbeitung der Informationen kümmern sich 29 modernste Computerprozessoren. „Der kontinuierliche Datenstrom bildet für uns eine wichtige Grundlage, die Papierqualität jederzeit gleichbleibend hoch zu halten“, sagt Falk Friedrich, Werkleiter im LEIPA Werk Schwedt Nord.

Effizienzsteigerung für die Papieraufbereitung
Parallel zum Umbau entstand eine neue Anlage für die effiziente Aufbereitung von bis zu 1.400 Tonnen Faserstoff aus Altpapier pro Tag. Ihre IntensaDrum Auflösetrommel ist mit einer Länge von 50 Metern, einem Durchmesser von 4,5 Metern sowie einem Gesamtgewicht von etwa 200 Tonnen die größte, die Voith bislang geliefert hat. Die bereits vorhandene Deinkinganlage (DIP) blieb in großen Teilen erhalten. Voith passte sie lediglich den Besonderheiten von Verpackungspapieren an. Unter anderem installierte der Technologiekonzern energiesparende Komponenten für Bleiche sowie Flotation, die gemeinsam mit den neuen Reinigungssystemen Faserverluste reduzieren.

„Die Ingenieure von Voith sehen das System vom Plattenförderband bis zum Rollenschneider einschließlich Mess-, Automatisierungs- und Belüftungstechnik in seiner Gesamtheit und entwickeln dadurch perfekt aufeinander abgestimmte Lösungen“, betont Martin Kaltenegger, LEIPA Projektleiter PM 5.

Voith Bespannungen für optimale Performance
Zum Auftragsvolumen gehörten zudem die Inbetriebnahme sowie mehrere Schulungsmaßnahmen, in denen das Team von LEIPA die Feinheiten der PM 5 kennen lernte. Auch nach der Inbetriebnahme bleibt Voith eng in die Abläufe der PM 5 eingebunden. Beispielsweise liefert der Komplettanbieter in den kommenden Jahren Bespannungen und Schaberklingen für die Anlage und stellt damit eine optimale Performance der PM 5 sicher. Darüber hinaus gehört die Optimierung der Anlage in den ersten acht Wochen nach der Inbetriebnahme zum Projekt, optional auch darüber hinaus.
„Das gesamte Projekt vom Shutdown der PM 11 bis zur Installation der neuen Komponenten und Inbetriebnahme der neuen PM 5 haben sehr gut funktioniert. Beide Projektteams haben mit ihrer Professionalität und großem Engagement den Erfolg des Projekts sichergestellt.“ so Robert Osswald Project Manager Voith Paper. 

Über das Unternehmen
Voith Paper ist ein Konzernbereich von Voith und der führende Partner und Wegbereiter der Papierindustrie. Durch ständige Innovationen optimiert Voith Paper den Papierherstellungsprozess. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Entwicklung von ressourcenschonenden Produkten, um den Einsatz von Energie, Wasser und Faserstoffen zu reduzieren. Außerdem bietet Voith Paper ein breites Service-Portfolio für alle Sektionen des Papierherstellungsprozesses an.

Voith ist ein weltweit agierender Technologiekonzern. Mit seinem breiten Portfolio aus Anlagen, Produkten, Serviceleistungen und digitalen Anwendungen setzt Voith Maßstäbe in den Märkten Energie, Öl & Gas, Papier, Rohstoffe und Transport & Automotive. Gegründet 1867 ist Voith heute mit mehr als 19.000 Mitarbeitern, 4,2 Milliarden Euro Umsatz und Standorten in über 60 Ländern der Welt eines der großen Familienunternehmen Europas.

Ansprechpartner

Oliver Berger

Manager Product & Corporate Communication EMEA, Key Account VP

 

t +49 7321 37-2487

Stakeholderbefragung 2018 - Voith GmbH & Co. KGaA


Wir laden Sie herzlich ein, an unserer Stakeholderbefragung 2018 teilzunehmen.

Ziel der Befragung ist es zu erfahren, wie Sie Voiths Auswirkungen auf sein Umfeld beurteilen und wo Sie Verbesserungspotenziale in der Nachhaltigkeitsleistung sehen.

Das Ausfüllen des Fragebogens wird knapp 10 Minuten in Anspruch nehmen.


Möchten Sie an der Umfrage teilnehmen?

Ja
RIGHT OFFCANVAS AREA