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05.06.2015

Erneuerbare Energie für Afrika: Liberianische Staatspräsidentin informiert sich über Potenziale der Wasserkraft für Afrikas Entwicklung

  • Potenzial der Wasserkraft in Afrika: 435 Gigawatt, vergleichbar mit rund 200 modernen Kernkraftwerken
  • Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf zu Gast bei Voith im Vorfeld des G7-Gipfels
  • Prof. Dr. Horst Köhler, ehemaliger Bundespräsident und ehemaliger geschäftsführender Direktor des IWF ebenfalls zu Gast bei Voith
  • Liberia setzt in seiner Wachstumsstrategie auf erneuerbare Energien wie die Wasserkraft
  • Voith Hydro Kraftwerk Mount Coffee ist die erste Anlage, die nach dem Bürgerkrieg wieder in Betrieb sein wird

 

Heidenheim. Am heutigen Freitag begrüßte Voith eine hochrangige Delegation der Republik Liberia um die Staatspräsidentin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf, die sich im Vorfeld des G7 Gipfels über die Wasserkraftaktivitäten des Technologiekonzerns informierte. Zu den Gästen zählten u.a. auch der Energieminister Patrick Sendolo und die Botschafterin Ethel Davis sowie Ian Yhap, Chairman des liberianischen Stromversorgers LEC (Liberian Electricity Corporation). An dem Treffen nahmen zudem der ehemalige Bundespräsident und ehemalige geschäftsführende Direktor des IWF, Prof. Dr. Horst Köhler, Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstandes der Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie MdB Roderich Kiesewetter, Obmann des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, und Johannes Schmalzl, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Stuttgart in Baden-Württemberg, teil. Empfangen wurden die Besucher von Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Voith GmbH und Dr. Roland Münch, Vorsitzender der Voith Hydro Geschäftsführung.

„Für Liberia und auch viele andere Länder Afrikas ist das Thema Energieversorgung ein wesentlicher Punkt der nationalen Wachstumsstrategie“, so Johnson Sirleaf in Heidenheim. „Die zuverlässige und stabile Versorgung der Bevölkerung und der Industrie mit Energie ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Verbesserung der Lebensverhältnisse. Erneuerbare Energie ist für uns zentral, aber sie muss stabil und vor allem finanzierbar sein. Und darüber werden wir auf dem G7-Gipfel sprechen.“

Wasserkraft stellt dabei einen wichtigen Schlüsselfaktor dar: Mit einem geschätzten Potenzial von rund 435 Gigawatt gehört Wasserkraft zu den attraktivsten Energieträgern Afrikas. Zudem ist sie die einzige regenerative Energiequelle, die in industriellem Maßstab Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen liefert. Das beachtliche Potenzial von Wasserkraft ist in Afrika jedoch erst zu einem geringen Teil erschlossen – lediglich 26 Gigawatt werden durch Wasserkraftwerke generiert.

Afrika bietet deutschen Unternehmen viele Möglichkeiten. Die deutsche Industrie liefert nahezu alles, was zum Aufbau einer zuverlässigen, sicheren und modernen Infrastruktur benötigt wird: Kraftwerke, moderne Produktionsstätten, öffentliche Verkehrssysteme. Vor allem Infrastrukturunternehmen wie Voith können einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zum zukünftigen Wachstum des afrikanischen Kontinents beitragen.

Bei ihrem Besuch begutachtete die Präsidentin auch die in Heidenheim gefertigten Komponenten des liberianischen Kraftwerks Mount Coffee, welches im Bürgerkrieg zerstört wurde, und informierte sich über den aktuellen Stand der Projektarbeit zum Wiederaufbau. Voith Hydro modernisiert bei dem Projekt in Liberia die Francis-Turbinen und liefert neue Generatoren, die Leittechnik sowie die elektrische und mechanische Kraftwerksausrüstung. Damit wird eine Leistungssteigerung um ein Drittel gegenüber dem ursprünglichen Zustand erreicht. Das erneuerte Kraftwerk soll Ende 2016 in Betrieb genommen werden. „Ich begrüße es sehr, dass Voith und die LEC auch während der nun überstandenen Ebola-Epidemie einen sicheren und pragmatischen Weg für die Weiterentwicklung des Projekts gefunden hatten. Damit unterstützt Voith Liberia bei einem wichtigen Schritt im Kampf für die Entwicklung der liberianischen Wirtschaft und gegen die nationale Armut: Mit der Instandsetzung des Kraftwerkes Mount Coffee wird eine der zentralen Stellen im Netz der liberianischen Energieversorgung wieder aufgebaut“, betonte Präsidentin Johnson Sirleaf.

„Ein solides und nachhaltiges Wachstum Afrikas wird nicht nur in kleinem Maße davon abhängig sein, ob den Ländern der Aufbau von Infrastruktur gelingt“, sagt der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler. „Infrastruktur und vor allem die Energieversorgung ist ein Schlüsselfaktor für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung. Hierbei kann Wasserkraft eine entscheidende Rolle spielen. Vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien können deutsche Firmen zusammen mit afrikanischen Partnern zu gegenseitigem Nutzen zusammenarbeiten.“

Für Voith hat das Engagement auf dem afrikanischen Kontinent eine langjährige Tradition. Seit Jahrzehnten ist der Konzern an allen großen Wasserkraftprojekten in Afrika beteiligt, beispielsweise bei der Ausrüstung des Wasserkraftwerks Cambambe II in Angola und der Modernisierung des Wasserkraftwerks Inga I in der Demokratischen Republik Kongo. „Wir wissen, dass nur 10 Prozent der städtischen und weniger als 2 Prozent der ländlichen Bevölkerung Liberias Zugang zu Elektrizität hat. Voith ist froh, einen großen Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen leisten zu können“, sagte Dr. Hubert Lienhard. „Der Besuch von Staatspräsidentin Johnson Sirleaf zeigt, welch großen Stellenwert die Wasserkraft als erneuerbare Energiequelle zukünftig für die Energieversorgung Liberias haben wird.“

Zur Bedeutung von Wasserkraft
Wasserkraft ist die größte, älteste und dabei zuverlässigste Form erneuerbarer Energieerzeugung. Sie leistet weltweit einen unverzichtbaren Beitrag zu stabiler Stromversorgung und damit zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung – in Industrieländern gleichermaßen wie in stark wachsenden Regionen. Zudem trägt Wasserkraft signifikant zu einer klimaschonenden Energiegewinnung bei. Voith ist seit den Anfängen der Wasserkraftnutzung ein führender Anbieter dieser Technologie und entwickelt diese kontinuierlich weiter.

Voith setzt Maßstäbe in den Märkten Energie, Öl & Gas, Papier, Rohstoffe und Transport & Automotive. Gegründet 1867 ist Voith heute mit mehr als 39.000 Mitarbeitern, 5,3 Milliarden Euro Umsatz und Standorten in über 50 Ländern der Welt eines der großen Familienunternehmen Europas.

Besuch der hochrangigen liberianischen Delegation in der weltweiten Voith-Forschungs- und Entwicklungszentrale für Wasserturbinen „Brunnenmühle“: Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf (6. v. l.) zusammen mit Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler (5. v.l.), Dr. Hubert Lienhard (7. v.l.), und Dr. Roland Münch (8. v.l.).

Ansprechpartner

Markus Woehl

Konzernpressestelle Voith GmbH & Co. KGaA

 

t +49 (0) 7321 37 2219
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