Internationaler Einstieg

Internationaler Einstieg

Karriere bei Voith 

Voith ist mit Niederlassungen auf allen Kontinenten in über 60 Ländern vertreten. Unser internationales Geschäft wächst stetig; zunehmend sind Mitarbeiter von Voith daher auch jenseits der Landesgrenzen aktiv. Darüber freuen wir uns, denn längere Auslandsaufenthalte tragen zur persönlichen und beruflichen Entwicklung bei. Von einer solchen Station kommen unsere Mitarbeiter mit frischen Ideen und Gedanken zurück. Voith bereitet Mitarbeiter deshalb professionell auf ihre Auslandseinsätze vor und unterstützt sie in angemessener Weise.

Eine wachsende Bedeutung bekommt bei Voith die so genannte Stammhausphase: Wir qualifizieren Spezialisten an den Standorten, an denen unsere wichtigsten Produkte entstehen. Dort meistern die Mitarbeiter für unser Kerngeschäft besonders wichtige Herausforderungen. Anschließend wirken sie als Träger eines besonderen Know-hows bei einer Tochtergesellschaft in ihren Heimatländern.
Die Möglichkeit eines längeren Auslandsaufenthalts bietet Voith interessierten Mitarbeitern zum Beispiel im Rahmen einer Jobrotation. Allerdings sollten Sie dann schon zwei bis fünf Jahre für uns gearbeitet haben. Ein Direkteinstieg im Ausland ist dagegen in der Regel nur über eine Bewerbung vor Ort möglich.

„Die Inbetriebnahme ist spannend und ein super Sprungbrett!“

 

Reisen und ferne Länder kennen lernen – das hat Sebastian Bläsing schon immer gereizt. Voith kannte der Ingenieur bereits aus seiner Ausbildung als Wegbereiter in der Papierindustrie und attraktiven Arbeitgeber. Die Tätigkeit als Inbetriebnahmeingenieur bei Voith Paper vereinte alle seine Präferenzen – und stellte sich als optimaler Karrierestart heraus. Im Interview erzählt er über seine Erfahrungen.

Technische Ausbildung

Sie waren die letzten acht Jahre als Inbetriebnahmeingenieur bei Voith Paper tätig: Was genau waren Ihre Aufgaben?


Die Inbetriebnahme ist das Bindeglied zwischen Maschinenbau und Produktion. Sie kommt ins Spiel, sobald die Maschine mechanisch und elektrisch montiert ist. Dann startet der Inbetriebnahmeingenieur mit der Prüfung: Funktionieren alle Verriegelungen und Sicherheitsfunktionen? Das ist wichtig, um mögliche Schäden an den Maschinen durch falsche Bedienung zu verhindern. Sind alle Kontrollmaße korrekt? Drehen die Motoren richtig herum? Stimmt die Installation mit den Planungen der Maschinenbauer überein? Das wird für einzelne Maschinenkomponenten getestet – dann im Verbund und letztendlich für die komplette Produktionslinie.

Wenn alles passt, läuft die Produktion an und das Optimieren der Maschinen beginnt. Außerdem umfasst die Inbetriebnahme die Anleitung und Trainings der Mitarbeiter, die die Maschine zukünftig bedienen. Je nach Auftragslage gehören auch die anfängliche Betreuung der Produktion sowie die technologische Optimierung der Papierqualität dazu. Als Leiter der Inbetriebnahme habe ich zusätzlich die gesamten Abläufe geplant sowie Sublieferanten und Schnittstellen koordiniert.

Das klingt nach viel Arbeit vor Ort bei der
Inbetriebnahme . . .

Ja, das ist richtig – das Leben als Inbetriebnahmeingenieur spielt sich überwiegend auf der Baustelle ab. 70 bis 80 Prozent internationale Reisetätigkeit sind die Regel. Das hat mich sehr gereizt! Ich habe weltweit in Projekten gearbeitet: sehr viel in Asien, vor allem China, Korea, Indien, aber auch in europäischen Projekten in Schweden, Großbritannien, Russland und Tschechien. In den acht Jahren als Inbetriebnahmeingenieur habe ich weltweit viele Maschinen in Betrieb genommen. Das ist einfach wahnsinnig spannend und vielseitig: Für die Kunden ist das meist ein riesiger Innovationssprung – eine komplette Neuanlage wird einfach nicht alle Tage in Betrieb genommen, sondern nur alle paar Jahre.

"Eine gewisse Leidenschaft für den Job mitbringen, aufrichtig, ehrlich und zuverlässig sein. In der Inbetriebnahme braucht man Teamplayer, die lösungsorientiert und gewissenhaft arbeiten."

Mich begeistert, wie diese relativ großen Maschinen in einem sehr komplexen Prozess so ein filigranes Produkt wie Papier herstellen! Und ich konnte in einer extrem kurzen Zeit sehr viel Erfahrung sammeln und relativ schnell Verantwortung übernehmen. Schließlich arbeiten bei der Inbetriebnahme einer mittelgroßen Anlage viele Kollegen verschiedenster Fachbereiche und meist auch Nationen zusammen. Auf meiner letzten Baustelle bestand das internationale Team aus acht verschiedenen Nationen. Das ist sehr interessant und herausfordernd zugleich. Und es ist perfekt, um Soft Skills, Teamfähigkeit und Lösungskompetenz zu entwickeln. Bei so einer Inbetriebnahme muss schließlich alles passen: Jede Schraube muss sitzen, jeder hat seine Verantwortung!

Inwiefern ist die Inbetriebnahme ein guter Karrierestart?

Die Inbetriebnahme ist spannend und ein super Sprungbrett! Das war mir von Anfang an klar. Die Zeit als Inbetriebnahmeingenieur war unglaublich lehrreich. Dieses Wissen und die gesammelten Erfahrungen sind eine optimale Basis für die eigene Weiterentwicklung. Voith bietet dafür zahlreiche sehr interessante und aussichtsreiche Positionen und Möglichkeiten.

Wo und wie können Sie Ihre Erfahrungen aus der Inbetriebnahme jetzt einbringen?


Seit Anfang des Jahres arbeite ich in der Prozesstechnologie bei Voith Paper. Als Produktmanager für Kartonmaschinen entwickle ich gemeinsam mit Kunden aus aller Welt Konzepte für neue Anlagen oder berate beim Umbau beziehungsweise bei der Optimierung bestehender Anlagen.

Das heißt, mein ganzes Wissen und meine praktischen Erfahrungen mit den Maschinen kann ich bestens einbringen. Auch meine Koordinations- und Kommunikationsfähigkeiten brauche ich täglich. Und selbst auf das Reisen muss ich nicht ganz verzichten: So bin ich beispielsweise zu Optimierungseinsätzen oder zu Meetings immer noch auf Baustellen beziehungsweise beim Kunden unterwegs - aber eben für kürzere Zeiten.

Vielen Dank, Herr Bläsing, und weiterhin viel Erfolg!

 

"Nach meinem Bachelorstudium, arbeitete ich zunächst einige Jahre bei Voith in Heidenheim, bis ich die Möglichkeit erhielt in China als HR Projektmanagerin anzufangen."

Martina Schneider,
HR Projektmanagerin,
Voith Paper China 

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