Die Einhaltung von gängigen Umwelt- und Sozialstandards ist für alle Geschäftspartner von Voith, die einen Beitrag zur Wertschöpfungskette leisten, verbindlich. Darüber hinaus gelten in vielen Regionen zusätzliche Anforderungen. So erwarten beispielsweise Kunden in den USA, dass Voith sich an Vorgaben hält, die in einem staatlichen Programm zur Förderung kleiner Unternehmen festgelegt sind.
Somasundram Pillai, Einkaufsleiter von Voith Hydro in York (USA), ist ständig auf der Suche nach qualifizierten, kleinen Unternehmen, von denen Waren und Dienstleistungen bezogen werden können, und zwar sowohl für öffentliche als auch für private Wasserkraftprojekte. „Natürlich bekommen kleine Unternehmen nur dann den Zuschlag, wenn die angebotene Leistung und der Preis vergleichbar mit denen von anderen Unternehmen sind. Durch dieses Vorgehen geben wir kleinen und von Minderheiten geführten Unternehmen die Möglichkeit, sich an unseren Projekten zu beteiligen“, erklärt Pillai.
Schon seit den 1950er Jahren fördert die US-amerikanische Regierung kleine und mittelständische Unternehmen (Small Business Enterprises = SBE) mit Programmen, die allen Bürgern – unabhängig von Herkunft, Alter und Geschlecht – die Teilhabe am Wirtschaftsleben ermöglichen sollen. Dazu zählen heute auch die sogenannten Minority Business Enterprises (= MBE). Das sind Betriebe, die in Besitz oder unter der Führung von wirtschaftlich benachteiligten Bevölkerungsgruppen sind, darunter Frauen, Menschen mit Behinderungen oder Bürger mit afrikanischen, asiatischen, Hispano- oder First- Nations-Vorfahren.
Voith Hydro in York richtet sein Lieferantenmanagement bereits seit über 60 Jahren auf dieses Ziel aus. Die Mitarbeiter im Beschaffungswesen nehmen regelmäßig an Trainings und Informationsveranstaltungen teil und können so qualifizierte SBEs und MBEs gezielt auswählen. Kunden informiert Voith Hydro regelmäßig über seine Lieferanten und den Anteil der SBEs und MBEs am Lieferumfang. In manchen Jahren beträgt er bis zu einem Viertel des gesamten Beschaffungsvolumens. „Viele unserer europäischen Kollegen kennen diese Art der Wirtschaftsförderung gar nicht und sind begeistert über den einfachen, aber effizienten Hebel“, sagt Pillai. Auch aus Sicht der Mitarbeiter ist die langjährige und gute Zusammenarbeit mit kleinen Unternehmen ein Erfolg für alle Beteiligten.