Strategie & Management

Nachhaltige Unternehmensführung

Nachhaltigkeit ist eine Querschnittsaufgabe 

Mit unserem Verständnis von Nachhaltigkeit greifen wir die Tradition des Familienunternehmens Voith auf: Die Verpflichtung zu ökologisch sauberem, fairem und langfristig erfolgreichem Wirtschaften. Voith verfolgt dabei den Ansatz, ökonomische, ökologische und soziale Aspekte gleichwertig zu behandeln.
Unsere Maxime lautet: Voith leistet messbare Beiträge für eine nachhaltige Entwicklung. Als weltweit tätiges Unternehmen stehen wir vor der Aufgabe, dieses Verständnis strategisch zu verankern, effektiv zu managen und stetig voranzubringen. Dafür hat Voith in den vergangenen Jahren Strukturen geschaffen. Heute existiert ein konzernweites Nachhaltigkeitsmanagement, das mit Handlungsfeldern und messbaren Zielen hinterlegt ist und das wir stetig weiter verbessern wollen.

Ressourcenverknappung, Klimawandel, Urbanisierung, Mobilität, Globalisierung, demografischer Wandel: Diese Megatrends werden sich auf unsere Unternehmensentwicklung in den nächsten Jahrzehnten unterschiedlich auswirken. Mit unseren Technologien sehen wir die Chance, Beiträge zur Lösung der globalen Herausforderungen zu leisten. Nachhaltiges Wirtschaften sehen wir daher als Voraussetzung, unseren Unternehmenserfolg auszubauen, Geschäftsrisiken zu minimieren und neue Potenziale zu erschließen. 

Handlungsfelder

Voith hat sechs Handlungsfelder definiert, anhand derer wir Nachhaltigkeit in den Konzern integrieren und operativ umsetzen. Eine Umsetzung unseres Nachhaltigkeitsansatzes setzt strategische und operative Ziele voraus. Diese haben wir für alle Handlungsfelder festgelegt, mit Maßnahmen versehen und terminiert.

Organisatorische Verankerungen von Nachhaltigkeit

Management von Nachhaltigkeit ist eine Querschnittsaufgabe, die von der Konzerngeschäftsführung sowie den Corporate Departments und Konzernbereichen getragen wird. Seit 2009 hat Voith die Zentralfunktion Corporate Sustainability eingerichtet. Als zentrales Gremium für das Nachhaltigkeitsmanagement fungiert das Corporate Sustainability Council. Die Corporate Departments schlagen nachhaltigkeitsrelevante Ziele vor und erarbeiten Maßnahmen zur Zielerreichung. In regelmäßigen Sitzungen mit dem CSC geben die Leiter der Corporate Departments den aktuellen Zielerreichungsgrad wieder und schlagen neue Ziele vor.

Stakeholderdialog

Voith begegnet unterschiedlichen Ansprüchen und Erwartungen, die von Dialoggruppen an das Unternehmen gestellt werden. Zu unseren Stakeholdern gehören die Eigentümer und Aufsichtsgremien, Mitarbeiter, Anwohner unserer Standorte, Kunden, Lieferanten und Kapitalgeber, Wirtschaftsverbände und Wissenschaft (Universitäten, Forschungsinstitute), Behörden und Politik, Nichtregierungsorganisationen sowie die interessierte Öffentlichkeit. Wir stehen mit allen unseren Stakeholdern zu unterschiedlichen Themen in Kontakt.

Lieferantenmanagement

Unser Anspruch an nachhaltiges Wirtschaften setzt voraus, dass auch unsere Lieferanten anerkannte Umwelt- und Sozialstandards einhalten. So minimieren wir Risiken und schaffen Transparenz in unserer Lieferkette. Voith realisiert ein konzernweites Konzept zur Integration sozialer und ökologischer Aspekte in die Einkaufsbedingungen, die Lieferantenselbstauskunft und in die Lieferantenbewertungen sowie Audits.

News and Stories

Small is beautiful

Die Einhaltung von gängigen Umwelt- und Sozialstandards ist für alle Geschäftspartner von Voith, die einen Beitrag zur Wertschöpfungskette leisten, verbindlich. Darüber hinaus gelten in vielen Regionen zusätzliche Anforderungen. So erwarten beispielsweise Kunden in den USA, dass Voith sich an Vorgaben hält, die in einem staatlichen Programm zur Förderung kleiner Unternehmen festgelegt sind.

Somasundram Pillai, Einkaufsleiter von Voith Hydro in York (USA), ist ständig auf der Suche nach qualifizierten, kleinen Unternehmen, von denen Waren und Dienstleistungen bezogen werden können, und zwar sowohl für öffentliche als auch für private Wasserkraftprojekte. „Natürlich bekommen kleine Unternehmen nur dann den Zuschlag, wenn die angebotene Leistung und der Preis vergleichbar mit denen von anderen Unternehmen sind. Durch dieses Vorgehen geben wir kleinen und von Minderheiten geführten Unternehmen die Möglichkeit, sich an unseren Projekten zu beteiligen“, erklärt Pillai.

Schon seit den 1950er Jahren fördert die US-amerikanische Regierung kleine und mittelständische Unternehmen (Small Business Enterprises = SBE) mit Programmen, die allen Bürgern – unabhängig von Herkunft, Alter und Geschlecht – die Teilhabe am Wirtschaftsleben ermöglichen sollen. Dazu zählen heute auch die sogenannten Minority Business Enterprises (= MBE). Das sind Betriebe, die in Besitz oder unter der Führung von wirtschaftlich benachteiligten Bevölkerungsgruppen sind, darunter Frauen, Menschen mit Behinderungen oder Bürger mit afrikanischen, asiatischen, Hispano- oder First- Nations-Vorfahren.

Voith Hydro in York richtet sein Lieferantenmanagement bereits seit über 60 Jahren auf dieses Ziel aus. Die Mitarbeiter im Beschaffungswesen nehmen regelmäßig an Trainings und Informationsveranstaltungen teil und können so qualifizierte SBEs und MBEs gezielt auswählen. Kunden informiert Voith Hydro regelmäßig über seine Lieferanten und den Anteil der SBEs und MBEs am Lieferumfang. In manchen Jahren beträgt er bis zu einem Viertel des gesamten Beschaffungsvolumens. „Viele unserer europäischen Kollegen kennen diese Art der Wirtschaftsförderung gar nicht und sind begeistert über den einfachen, aber effizienten Hebel“, sagt Pillai. Auch aus Sicht der Mitarbeiter ist die langjährige und gute Zusammenarbeit mit kleinen Unternehmen ein Erfolg für alle Beteiligten.

Management von Nachhaltigkeit ist eine Querschnittsaufgabe, die von der Konzerngeschäftsführung sowie den Corporate Departments und Konzernbereichen getragen wird.