Prüftechnik

Auf dem Prüfstand

Die Technik von übermorgen testen

Gebannte Blicke auf die Simulation: Im Bruchteil einer Sekunde erreicht der Motor die gewünschten Umdrehungen pro Minute. Erst 600, dann 1 000, wieder 900, dann 2 500. Bis 10 000 Umdrehungen geht der Test, rauf und runter, Messpunkt für Messpunkt. Es gilt, die Eigenfrequenz des Motors zu ermitteln: den kritischen Punkt, an dem die Schwingungen außer Kontrolle geraten. Voith bietet Lösungen, mit denen sich die Resonanzfrequenz verschieben lässt.
 

Auf Prüfständen wird die Technik von
übermorgen getestet.

Abnahmeprüfung

Voith liefert Antriebslösungen dafür, die die Anlagenverfügbarkeit erhöhen und Lebensdauerkosten senken. Vor allem aber lösen sie Schwingungsprobleme.

Wie Resonanzfrequenzen wirken

Eine Resonanzkatastrophe bezeichnet den Punkt, an dem periodisch angeregte Schwingungen mit der Eigenfrequenz eines Systems übereinstimmen. Durch die sich hochschaukelnden Vibrationen kollabiert das System. Im Gleichschritt marschierende Soldaten können auf diese Weise Brücken zum Einsturz bringen. Gläser zerspringen, werden sie mit einer Tonhöhe beschallt, die ihrer Eigenfrequenz entspricht. Auch bei Motoren gibt es diesen Punkt.
 

Wenn Motoren kleiner, aber leistungsstärker sind

Das gilt auch für den neuen Motor eines renommierten europäischen Motorenherstellers, der auf dem Prüfstand steht. Er ist kleiner und leichter als seine Vorläufer – und vor allem: leistungsstärker. Technik von übermorgen. Die Gewichtsreduktion soll den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen senken, das Downsizing die Fahrzeugkonstruktion optimieren. Doch die höheren Erregerdrücke im Motorinneren führen zu stärkeren torsionalen Schwingungen, die nicht in den Griff zu bekommen sind.
 

Resonanzfrequenzen verschieben, Torsionsschwingungen dämpfen

Immer wieder kommt es zu Schäden im Antriebsstrang. Es ist eine echte Herausforderung, den kritischen Punkt zu finden. Voith liefert dafür das Engineering und hochelastische Kupplungen, mit denen sich Resonanzfrequenzen verschieben und kritische Amplituden dämpfen lassen. Erst wenn das geschehen ist, geht der Motor in Serienfertigung. Für den OEM stehen Zeit und Entwicklungskosten auf dem Spiel.

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