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25.05.2012

Voith optimiert System zur Regelung des Schiffsantriebs

Voith zeigt erstmals auf der ITS (International Tug, Salvage & OSV Convention) in Barcelona, 28. Mai bis 1. Juni 2012, ein Funktionsmodell der neuen Steuerung für die Schiffsantriebe Voith Schneider Propeller und Voith Radial Propeller. Sie bietet zahlreiche neue elektronische Steuerungs- und Assistenzfunktionen, etwa zur schnelleren Ansteuerung und exakteren Kontrolle der Antriebe und Ferndiagnose via Internet und Kommunikation über verschiedene Schnittstellen. Die neue Steuerung wird im vierten Quartal dieses Jahres erstmals ausgeliefert und ist ab Mitte 2013 als Serienprodukt verfügbar.

Um den Kundenwunsch nach Steuerung und Antrieb aus einer Hand zu erfüllen, entwickelt Voith das Regelungssystem erstmals vollständig im Unternehmen. Sichtbar ist dieser umfassende Lösungsansatz auch am einheitlichen Voith-Design der Brückenkomponenten. Joystick, Steuerrad oder Fahrtgeber wurden gemeinsam mit der Universität Stuttgart unter ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet. Voith hat bereits bei anderen Projekten wie dem Voith Radial Propeller erfolgreich mit der Universität kooperiert, da der Studiengang Design ein Ingenieurstudium voraussetzt. Dadurch st ehen nicht nur ästhetische, habtische und funktionelle Aspekte gleichermaßen im Vordergrund, sondern auch die optimale Bedienbarkeit und der funktionelle Aspekt.

Integrierte, offene Architektur
Durch die integrierte Architektur von Antrieb und Steuerung tritt Voith nun als Systemlieferant auf. Dies bedeutet schnellere Reaktionszeiten bei individuellen Anpassungen für Kunden, einen geringeren Aufwand bei der Abstimmung der Schnittstellen sowie niedrigere Kosten bei der Inbetriebnahme.

Zur Überwachung der Antriebe zeichnet die neue Steuerung sämtliche Daten und Störungen auf. Das Monitoring kann dabei sowohl auf der Brücke als auch im Maschinen- oder Propellerraum erfolgen. Die neuen elektronischen Steuerungs- und Assistenzfunktionen redu zieren zudem den Kraftstoffverbrauch bei der Ansteuerung der Antriebe. Testen lassen sich die Steuerungsfunktionen mit einem eigenen Schiffssimulator. Offene Schnittstellen zu Fremdsystemen stellen die Weiternutzung bisheriger Komponenten sicher. So erfolgt die Kommunikation über Schnittstellen wie CAN-Bus, Modbus TCP/IP, Modbus RTU, Profibus DP oder NMEA.

In der Praxis wird die neue Steuerung er stmals im vierten Quartal 2012 für eine Doppelendfähre sowie im 1. Quartal 2013 für ein OSV (Offshore Supply Vessel) geliefert. Für Anfang des 2. Quartals 2013 ist der Serienstart geplant.

"Mit unserer neuen modularen, offenen Hard- und Software-Architektur werden die Voith Schneider Propeller und Voith Radial Propeller noch effizienter geregelt", sagt Dr. Dirk Jürgens, Leiter Forschung und Entwicklung Voith Turbo Schneider Propulsion. "Denn sie nutzt perfekt die besonderen Eigenschaften der Voith-Antriebe. Dies kommt vor allem Schiffen und schwimmenden Plattformen zugute, die auf eine punktgenaue Steuerung sowie eine hochpräzise dynamische Positionierung selbst in stürmischen Gewässern angewiesen sind." Dazu gehören zum Beispiel Schlepper, Fähren, OSVs, Ölplattformen sowie Spezialschiffe wie Fahrgastschiffe, Tonnenleger und Schwimmkräne.

ITS Barcelona 2012
Auf der ITS in Barcelona stellt Voith Turbo auf dem Stand 102 die neue Steuerung als Messemodell mit den neu ges talteten Brückenkomponenten vor. Sie ist gekoppelt mit einem Simulator mit dem man interaktiv einen Voith Wassertrecker und einen funktionsfähi gen Modellpropeller ansteuern kann.

Voith setzt Maßstäbe in den Märkten En ergie, Öl & Gas, Papier, Rohstoffe und Transport & Automotive. Gegründet 1867 ist Voith heute mit mehr als 40 000 Mitarbeitern, 5,6 Milliarden Euro Umsatz und Standorten in über 50 Ländern der Welt eines der große n Familienunternehmen Europas.

Pressemitteilung (0.02 MB)

Ansprechpartner

Adela Trstenjak | Communication Manager

Voith Turbo GmbH & Co. KG

+49 (0)7321 37-2594