Ich bin Karsten Wenzke und stehe kurz vor dem Abschluss meines Bachelorstudiums in Maschinenbau an der Fachhochschule Flensburg und absolviere mein Praktikum sowie meine Bachelorthesis bei Voith in Heidenheim. Das sind stolze 820 Kilometer Entfernung, aber die vielseitigen Aufgabenfelder der Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Bereich Strömungslehre bei Voith haben mich einfach überzeugt.
Meine Hauptaufgabe während des Praktikums ist die Mitarbeit bei der Optimierung des Voith Schneider Propellers (VSP). Weitere Aufgabenfelder sind im Bereich der Entwicklung neuer und alternativer Antriebssysteme für Schiffe in den verschiedenen Einsatzgebieten angesiedelt. Zu diesen gehören unter anderem Schlepper, Wartungsschiffe von Offshore-Windparks und Bohrinseln, um nur einige Einsatzmöglichkeiten und Szenarien zu nennen.
Der erste Arbeitstag begann mit einer Einführungsveranstaltung mit weiteren Praktikanten, danach ging es weiter zu meinem neuen Arbeitsplatz in der Abteilung. Bei der Einweisung in die wichtigsten Programme und Abläufe durch meinen Betreuer zeigte sich, dass es einige Wochen dauern würde, bis ich die Grundlagen der Programme erlernt und sicher anwenden kann. Das wurde aber schon beim Bewerbungsgespräch erwähnt und war also weder eine Überraschung noch ein Problem. Während der ersten Woche wurde ich auch der ganzen Abteilung vorgestellt, so dass ich mich schnell zu Recht gefunden habe und in die Abläufe immer mehr eingebunden wurde.
"Als Praktikant in der Forschung und Entwicklung arbeite ich auf dem Gebiet der Strömungssimulation und kann mit modernster Ausstattung und Software arbeiten."
Meine Praktikantentätigkeit setzt dort an, wo die klassische Konstruktion aufhört.
Ich bekomme eine Geometrie übergeben oder erstelle diese und lese sie in mein Programm ein, um sie zu parametrisieren und sie im Anschluss schnell und leicht optimieren zu können. Dazu ist es notwendig, die Formgebung mit möglichst wenigen, aber ausreichenden Parametern zu erstellen. Erst danach kann die eigentliche Strömungssimulation beginnen.
Im Anschluss folgt die abschließende Dokumentation mit Validieren, Auswerten und Zusammenfassen des Projektes, alles in enger Abstimmung mit meinem Betreuer. Auch entwickeln wir gemeinsam diesen Prozess weiter und ordnen die Ergebnisse ein. Ohnehin steht mein Betreuer meinen Fragen stets aufgeschlossen gegenüber und beantwortet sie ausführlich. Durch diese enge Zusammenarbeit und die tägliche Absprache bekomme ich Einblicke in viele Tätigkeitsbereiche eines Ingenieurs. Auch ist das selbständige Arbeiten gewünscht und wird gefördert.
Alles in allem werden mir so Erfahrungen, Herangehensweisen und genaues Arbeiten verdeutlicht und für die Zukunft mitgegeben.
Zu einem Arbeitstag gehört natürlich auch die Mittagspause, die ich gerne gemeinsam mit weiteren Praktikanten und Werksstudenten in der Kantine oder auch mal in der Heidenheimer Innenstadt verbringe und Erfahrungen und Aufgaben des Praktikums austausche.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass mir mein Praktikum sehr gefallen hat und meine Erwartungen mehr als erfüllt wurden. Dazu haben das allgemein sehr gute Arbeitsklima der Abteilung und die abwechslungsreichen Ingenieurstätigkeiten beigetragen.