Rundum-Service

Das Voith Rail Service Center in Kiel

Das Voith Rail Service Center in Kiel verbindet eine jahrelange Engineering-Erfahrung mit modernen Lösungen, um Zugbetreibern die besten Services zu liefern.

16.000 Quadratmeter groß ist das Gelände des Voith Rail Service Centers in Kiel. In einer der Hallen ist gerade ein 74 Meter langer Zug komplett auf gebockt, sodass er in etwa drei Meter Höhe über dem Boden zu schweben scheint. Bei dem Zug der lokalen Bahngesellschaft cantus Verkehrsgesellschaft mbH sollen die Drehgestelle überholt werden.

Bogie Workshop

Drehgestellwerkstatt

  • Die Drehgestellwerkstatt verfügt über eine Radsatzpresse und einen Druckstand, damit Voith Drehgestellüberholungen schneller durchführen kann.
  • Dadurch, dass fast alles intern erledigt werden kann, werden Schnittstellen reduziert, und Komplikationen durch Verladung und Transport entfallen.

Repairs & Maintenance

Reparaturen und Wartung

  • Neben den klassischen Reparatur- und Wartungsarbeiten führen die Voith Servicetechniker auch Flottenlackierungen durch. 
  • Dank seiner Engineering-Erfahrung ist das Center auch in der Lage, eine Reihe von Modernisierungsmaßnahmen an Fahrzeugen durchzuführen.

Digital Solutions

Digitale Lösungen

  • OnCare.Asset Rail ermöglicht das Erkennen von Schwachstellen und die Einleitung gezielter Maßnahmen, um technisch bedingte Ausfälle zu reduzieren.
  • Logistik und Kommunikation werden effizienter.

Die Drehgestellüberholung gehört zu dem umfassenden Serviceportfolio, das Voith seit Ende 2014 Schienenfahrzeugbetreibern anbietet. „Wir sind kein typischer Wartungsanbieter“, erläutert Ulf Klaua, Director Sales bei Voith Turbo in Kiel. „Wir sind nicht nur in der Lage, Komponenten in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen, sondern können auch Verbesserungen vorschlagen und durchführen, um Fahrzeuge effektiv zu modernisieren.“ Diese Expertise entspringt der Geschichte des Standorts. Denn Voith hat hier zwischen 2005 und 2014 eigene Lokomotiven gefertigt. „Mit unserem Engineering Know-how verstehen wir Schienenfahrzeuge von A bis Z“, sagt Klaua. Die Kunden wissen das zu schätzen. Christoph Engel, Leiter Maintenance bei cantus, erläutert: „Unser erster Auftrag an Voith Turbo war vor rund zwei Jahren die Neulackie rung unserer Züge. Obwohl noch ein neuer Akteur im Markt, war doch eine große Erfahrung vorhanden und das war für uns ausschlaggebend.“ Bereits ein Jahr später erhielt Voith einen zweiten Auftrag, diesmal für die Drehgestellüberholung aller 21 Züge.

„Das Gesamtkonzept von Voith war überzeugend, insbesondere die Flexibilität und die sehr kurzen Bearbeitungszeiten“, sagt Engel. In der Drehgestellwerkstatt, zu der auch eine Radsatzpresse und ein Druckstand gehören, werden die Drehgestelle und ihre Komponenten intern überholt. Es gibt wenige Schnittstellen, Komplikationen durch Verladung und Transport entfallen und die Räder können vor Ort ab- und aufgepresst werden. Dadurch können die Durchlaufzeiten deutlich reduziert werden. „Je nach Umfang der Arbeiten können wir innerhalb von fünf Tagen alle Drehgestelle eines cantus-Zuges austauschen“, sagt Dieter Wolfgram, Account Manager bei Voith. „Und natürlich ist die hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge sehr wichtig für unsere Kunden.“

FLIRT (Fast Light Innovative Regional Train)
Der cantus-FLIRT (Fast Light Innovative Regional Train) ist 74 Meter lang und wiegt 125 Tonnen.
Service Center in Kiel
Das Service-Center in Kiel liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal.

Das Rail Service Center ist exemplarisch für die neue Servicestrategie von Voith. Die Themen Wartung und Ersatzteile bleiben zwar zentral, doch Full-Service-Lösungen werden immer wichtiger. „Vor 20 Jahren verfügten die Zugbetreiber über eigene Werkstätten und eigenes Know-how. Heute konzentrieren sie sich auf ihr Kerngeschäft, die Beförderung von Passagieren oder Fracht von A nach B, und die damit verbundene Logistik“, erklärt Klaua. Folglich suchen die Betreiber Partner, denen sie die Wartung ihrer Flotten anvertrauen können. „Wir haben Kunden, die für ihre Züge Full-Service-Konzepte für die nächsten zehn Jahre wünschen. Dazu gehört in der Regel auch die Überwachung der Züge“, sagt Klaua.

Ulf Klaua
Heute konzentrieren sich die Zugbetreiber auf ihr Kerngeschäft, die Beförderung von Passagieren oder Fracht von A nach B.
Ulf Klaua, Director Sales, Voith Turbo Kiel

Hier kommen Lösungen wie das Life-Cycle-Management-System OnCare.Asset Rail von Voith zum Einsatz. OnCare.Asset Rail sammelt und interpretiert Zustandsdaten und ermöglicht dadurch eine zustandsorientierte Instandhaltung. „So können wir unsere Kunden beraten, wann bestimmte Aufgaben am besten durchzuführen sind“, sagt Klaua. „Immer mehr Kunden erkennen, dass im Datenmanagement ein sehr großes Potenzial liegt.“ Automatisierte Prognosen unterstützen die Kunden dabei, Stillstandszeiten zu vermeiden und die Effizienz zu steigern. Auch hier ist Voith mit seinem Engineering-Know-how in einer einzigartigen Position. „Wir können diese Lösungen nicht nur in neuen Zügen, sondern auch in Schienenfahrzeugen implementieren, die schon viele Jahre im Einsatz sind“, erklärt Klaua.

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